"YONI" - Interkulturelle FrauenNetzwerkUniversitas

 


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Gründe

In einer Entwicklung, die auf eine Monokultur des Konsums zielt und politische, ökonomische, spirituelle, kulturelle und umweltbedingte Vielfalt global zerstört, wird wenig Zeit und Raum für Erziehung, Ausbildung, Lehre und Forschung geschaffen, in der Herz, Seele und Körper neben dem Verstand eine Rolle spielen. Die dominanten Modelle und Methoden des Lernens und Lehrens westlicher Industrienationen konzentrieren sich auf intellektuelle und funktionale Arbeit und werden immer mehr auf Konkurrenz und Verfahren der Geschäftswelt orientiert. Die Strukturen, Lehrpläne und Inhalte der Universitäten, Hochschulen und anderer Ausbildungseinrichtungen sind nach wie vor überwiegend auf die Perspektiven von Jungen und Männern zugeschnitten.

Der Reichtum des Wissens verschiedener Frauenkulturen in Geschichte und Gegenwart ist zum Alltagswissen trivialisiert oder zum Schweigen gebracht worden. Damit sind Frauen von den Wurzeln ihrer Ressourcen abgeschnitten worden. Auch nach Jahrzehnten der Frauenbewegung und der feministischen Forschung in Europa und in allen Teilen der Welt sind Frauen weitgehend aus den Einfluß- und Leitungsstrukturen ausgeschlossen bzw. wird von ihnen eine Anpassung an die dominanten Modelle gefordert.

Wir wollen an unseren eigenen Begabungen und Interessen orientiert, in Beziehung zu unseren Lebenszusammenhängen arbeiten, um so das Lernen und Lehren unter Frauen als stärkend, lustvoll und kreativ zu gestalten.

Die Vision

YONI wurde im November 1996 von einer Gruppe aktiver Frauen in Projektarbeit, Frauenberatung, Universitäten, Hochschulen und Sozialarbeit gegründet, um ein Forum zu schaffen, in welchem ihre eigenen konstruktiven Ansätze des Lernens und Lehrens, des Wissens und der Wissensvermittlung, der Forschung und der Entwicklung neuer Praxisansätze ausgetauscht, reflektiert und erweitert werden können. Statt die ausschließlichen und destruktiven Tendenzen vorherrschender Bildungsstrukturen zu verlängern, fördern wir alternative Ansätze in konkreten vielfältigen Kontexten und streben speziell die Entwicklung interkultureller Kooperation an. Der Name YONI ist ein alter Name für Uni, welcher die Kraft des Universums in weiblicher Tradition zum Ausdruck bringt. Später entwickelte sich der etruskische Name Uni zu Juno und Juni.

YONI beginnt ohne Geld, ohne Gebäude und ohne feste Strukturen und ist nach dem Modell des Talenteaustausches ausgerichtet. Seit 2000 sind wir ein eingetragener Verein und arbeiten verstärkt auf die Einrichtung von Gender Studies hin.

YONI möchte die Vielfalt des Wissens von Frauen aus der Geschichte und in der Gegenwart zum Ausdruck bringen und fördern. Sie versteht sich als Alternative im Sinne einer Ausrichtung auf ganzheitliches Lernen und Lehren, welches Aspekte der Ökologie, der sozialen Gerechtigkeit und der Spiritualität in Lehre und Forschung einbindet. Der Name Universität wird im Sinne einer Umdeutung und Wiederaneignung verstanden, in welcher die Festlegung auf traditionelle Strukturen universitärer Bildung aufgehoben und der umfassende Anspruch der Wahrheitsfindung wieder aufgegriffen wird.

Ziele und ethische Grundlagen

  • Zusammenarbeit und Talenteaustausch von Frauen aus verschiedenen Lern- und Lehrbereichen: Projekte, Hochschulen, Ausbildung, Beratung
  • Entwicklung von Arbeitsformen und Durchführung von Veranstaltungen, in denen unterschiedliche Frauen ihr Lernen, ihre Forschung und ihre Lehre einbringen, austauschen und weitergeben können
  • Entwicklung von strukturellen Voraussetzungen für interkulturelles Lernen, Lehren und Forschen
  • Entwicklung von Zeit/Räumen, in denen Lehren und Lernen Spaß macht und Menschen verschiedener Herkunft sich wohlfühlen und kreativ werden
  • Entwicklung von Lern- und LehrRäumen, in denen lokale, konkrete Erfahrungen mit internationalen Entwicklungen verknüpft werden
  • Modelle der Erkenntnistheorie und Praxis, die Neugierde, Entdeckungslust, Erinnerungs-, Wahrnehmungs- und Hörfähigkeit fördern
  • Wissenschafts- und Lernmodelle, die inter-kulturelle Zusammenarbeit, Gerechtigkeit und Frieden unter anderem durch Kooperation, Stärkung eigener und anderer Ressourcen, inklusive Sprache und erweiternde Fragen statt abwertender Kritik fördern
  • Modelle des Lernens und Lehrens, die Ganzheitlichkeit, Nachhaltigkeit, Anerkennung von Differenzen und Bereitschaft zum Erarbeiten konstruktiver Konfliktlösungen anstreben
  • Besondere Ausrichtung auf Analyse und Überwindung von Diskriminierung von Frauen und Männern im Blick auf ethnische, religiöse, ökonomische und soziale Zugehörigkeit


Die Arbeit der FrauenNetzwerk Uni wird durch verantwortliche Arbeitsgruppen getragen. Eine Vorbereitungsgruppe, die jedes Jahr neu zusammengesetzt wird, führt die jährlich stattfindende SommerUni durch.

Durch Frauen bisher beteiligte Projekte und Einrichtungen

Landesstelle für Frauenbildung und Projektberatung in Sachsen
Frauenbildungszentrum Dresden
Ev. Hochschule für Sozialarbeit Dresden
Frauenzentrum *sowieso*, Dresden
Technische Universität Dresden
Frauenarbeit der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens
Frauen helfen Frauen, Zittau
Beratungsstellen Raum Sachsen, Vogtland
Sozialarbeiterinnen verschiedener Einrichtungen
Gleichstellungsbeauftragte
Ausländerrat Dresden
Frauengesundheitszentrum Medea e.V.
KoGenS Koordinierungsstelle für
Genderstudies

Weitere interessierte Personen oder Gruppierungen sind herzlich willkommen

Vorstandsfrauen und Ansprechpartnerinnen

  • Ursula Riedel-Pfäfflin
  • Barbara Feichtinger
  • Andrea Neitzel
  • Geschäftsstelle: Interkulturelle FrauenNetzwerkUniversitas "YONI" e.V.
    Tel.: 03504 - 61 19 40, Fax: 03504 - 61 19 41, e-mail: frauenuni-dresden@gmx.de

Kontoverbindung der FrauenNetzwerkUniversitas "YONI" e.V.:
Ostsächsische Sparkasse

Konto: 31 20 18 43 48
BLZ: 850 503 00

 

 


http://www.frauenuni-dresden.de | 27.04.2004 | "YONI" - Interkulturelle FrauenNetzwerkUniversitas